• Alexandra Just

Fluchttierverhalten

Das Pferd ist in aller erster Linie ein Fluchttier. Das Fluchttierverhalten überlagert alle anderen Eigenschaften.



Daher ist für uns ist folgendes wichtig zu wissen:


1) Wenn wir mit dem Pferd in unserer Umwelt sicher umgehen möchten, müssen wir sein angeborenes Fluchtverhalten weg trainieren.


2) Den Charakter eines Pferdes können wir nur dann richtig beurteilen, wenn es sich nicht im Fluchtmodus befindet.


3) Das Pferd klassifiziert alle Orte und Situationen nach sicher und unsicher, nach angenehm und unangenehm.


4) Pferde verhalten sich wie wir Menschen nach festen Mustern. Es gibt instinktive und antrainierte Verhaltensmuster. Pferde ändern ihre Verhaltensmuster nur dann, wenn sie erkennen, dass es für sie vorteilhaft ist. Antrainierte Verhaltensmuster sind erst dann etabliert, wenn sie in allen Situationen abrufbar sind (z.B. nicht nur auf dem heimischen Reitplatz, sondern auch in fremder Umgebung).


5) Einfacher als das Ändern von bestehenden Verhaltensmustern des Pferdes ist es, das Pferd frühzeitig in unserem Sinne zu prägen. Jeder Umgang, den wir mit dem Pferd haben, ist eine solche Prägung. Wir trainieren das "Denkhirn" des Pferdes.


6) Wir dürfen ein Pferd nicht für ein Verhalten bestrafen, das es aus seinem natürlichen Trieb als Fluchttier zeigt, sondern wir erklären unserem Pferd durch Training, wie es sich in unserer Umwelt angemessen verhalten kann.


7) Pferde zeigen ihr Fluchtverhalten durch schnelle Bewegung in eine Richtung, nämlich weg von der potentiellen Gefahr. Eine wichtiges Trainingsziel ist daher, die Kontrolle der Bewegung (Bewegungskontrolle) und der Richtung des Pferdes (Richtungskontrolle).


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